Kreative Knospen

In meinem Kopf sprießen Tausende Ideen, die nur darauf warten umgesetzt zu werden. Welche blühen zu beeindruckenden Kunstwerken heran und was ist Unkraut? Wo finde ich meine Inspiration, wie ordne ich diese, und was setze ich wirklich in die Tat um? Darum soll es heute gehen. 

 

Wo finde ich meine Ideen?

Ist etwas lustig, wie eine Pflanze in einem Rucksack? So schnell, wie die Person an mir vorbeigezischt ist, ist es aber ein Moment, der sich irgendwie in meinen Kopf gebrannt hat.

Ist etwas frustriert gewesen? Wut und Trauer zeigen sich durch eine Trennung oder Sonstiges, aber weil das künstlerische Auge mittlerweile geschult ist, siehst du im Spiegel zwar einen verletzten Menschen, aber auch eine gute Idee, seine Gefühle rauszulassen.

Ist etwas faszinierend, wie sich mit verschiedenen Pilzen, Kürben oder Blumenarten auseinanderzusetzen? Vorsichtig, dabei kann man sogar was lernen.

Ist es nostalgisch? Der erste Schluck aus einem kalten Getränk, während man im heißen Wasser der Badewanne sitzt. Eine Erinnerung wird freigeschaltet, als Kind im Urlaub spielend im Pool und die Eltern riefen: „Kind, du musst mehr trinken?“

Ist es Angst, verurteilt zu werden beim Rausbringen eines zu vollen Müllsacks. Irgendwann spricht man mit anderen darüber, merkt, dass sie Ähnliches fühlen, und plötzlich ist es ein bisschen weniger schlimm.

Ist es außerhalb deiner Komfortzone, aber Menschen vertrauen dir, dass du es schaffst, und dadurch probierst du es und wächst daran? 

Ist es spontan, hätte ich gedacht, dass ich Milchtüten spannend finden würde? Nein, eher nicht. Jetzt weiß ich, mit einfach “drauflos Malen” kommen die besten Sachen zum Vorschein. 

Ist nur ein Wort, aber was, wenn man es so weit verändert, dass daraus Schmuck entsteht? Mehrere Versuche wirken Wunder, bleib nicht bei der ersten Idee, versuch es nochmal. Vielleicht kommen dann Ideen raus, die total schwachsinnig sind oder das Genialste, was du je gesehen hast.

Ist es Doomscrolling? Tatsächlich kommen da auch mal gute Ideen raus. Aber Vorsicht. Viele Ideen sind nett, aber zehn Stunden Bildschirmzeit ist schlecht für die Umsetzung .

Wie ordne ich meine Ideen?

Wichtig ist zuerst zu sagen, es ist völlig okay, kein Ordnungssystem zu haben oder viele verschiedene. Wenn nichts davon richtig passt, ist das auch ok. Ich bin selbst kein Profi darin, aber lieber eine kleine Übersicht als gar keine.

Mind Maps oder Art Karten.

Man kann seine Ideen digital oder analog ordnen. Digital kann ich Miro empfehlen, eine Mind Map App, die ich am PC gerne zum Planen nutze. Vorsicht dabei, man kann sehr viel Zeit ins Gestalten stecken und das ist der Tod für deine kreativen Projekte. 

Analog funktionieren Mind Maps auch super auf Karteikarten. Man kann zwar nicht alles mit allem verbinden, was aber gut sein kann. So fokussiert man sich mehr auf ein Projekt, und trotzdem gehen die Ideen nicht verloren.

Notizbücher oder das geliebte Skizzenbuch. Skizzenbücher haben nur den Nachteil, dass man glaubt, es müsse schön sein. Deswegen sind meine oft leer. Wenn ich sie aber als Notizbücher nutze, sind sie ratzfatz gefüllt. Nicht ästhetisch, aber trotzdem perfekt, um meine Gedanken festzuhalten. Durch die privaten Notizen leider kaum für andere Augen bestimmt, eben nur für mich. Was befreiend sein kann.

Jetzt geht es an die Umsetzung.

Ich will alles umsetzen! Beeindruckend, aber bei vielen Ideen und Hobbys unmöglich. Ja, es wird immer wieder passieren, dass man drei oder vier Projekte gleichzeitig macht, je nach Laune. Das ist kein Problem. Aber irgendwann liegt man in einem Meer aus angefangenen Projekten und nichts wird fertig, weil die nächste Idee schon ruft. Mach eine Sache fertig.

Wenn du sie doch unbedingt festhalten willst, schreib oder skizziere sie auf, aber nicht länger als zwanzig Minuten. Sonst fällt es immer schwerer, ein anderes Projekt fertigzustellen.

Welches Projekt als nachtes dran kommt, enscheide ich trozallesdem aus dem bauch heraus

Fokus auf ein Projekt.
Auch wenn du an einem Tag keine Lust hast, mach es eine Weile. Ich habe dadurch gemerkt, dass nur der Anfang los zu starten das Schwerste ist. Ich habe mir einmal einen Vorsatz gemacht und gesagt: „In diesem Jahr schreibe ich ein Buch.“

Auch wenn es nie veröffentlicht wurde, habe ich mich jeden Tag hingesetzt und geschrieben. Das Buch war schnell fertig, zumindest die Rohfassung. Der beste Tipp ist: Arbeite an dem Projekt, bis du müde wirst oder merkst, dass du dich nicht mehr konzentrieren kannst. Hör dann auf, wenn es am schönsten ist, damit du dich auf den nächsten Tag freuen kannst, weiterzumachen. Bei einem Buch zum Beispiel: mitten im Satz aufhören. So fällt es leichter, wieder reinzukommen.

Reminder.

Es ist okay, wenn Knospen Knospen bleiben, vielleicht gehen die meisten nie auf, vielleicht brauchen sie nur ein bisschen Wasser oder neue Erde. Auch wenn manche nie die Chance bekommen zu erblühen, wirst du trotzdem einen schönen Garten haben.

 

 

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